Sachspenden per Container in den Kongo

Ende Februar berichtete mir meine Tochter Jessica von ihren Einsätzen als Krankenschwester im Kiveve Hospital (zur Vorstellung des Hospitals) und wie sehr es an einfachsten Dingen, wie Wundmaterial, Infusionsbesteck oder den fehlenden Transportmöglichkeiten von frisch Operierten mangelt.

Mein Anfangs geplanter Besuch bei Jessica im Juni, wo ich dachte zumindest ein wenig nützliches mitnehmen zu können, war durch Corona ebenfalls in Gefahr.

Als ich kurz darauf die Nachricht bekam, dass Jean Leonard regelmäßig per Schiff etwas von Deutschland bekommt und man etwas mitschicken kann, entstand die Idee, vier Wochen lang konkret benötigtes zu sammeln, zu organisieren und nach Boma mitzusenden.

Eine Bedarfslise wurde erstellt, fünf Mitstreiterinnen aus Jessicas engstem Freundeskreis ausgewählt, die Kongo-Hilfe-Schiffsaktion war geboren.

Hierbei erwies sich die Corona-Krise zum einen als echtes Hindernis, da bereits zugesagtes intensivmedizinisches Material nicht freigegeben werden konnte. Zum anderen als Glücksfall, der Termin des Schiffstransports wurde immer weiter nach hinten verschoben, was mehr Zeit versprach. Zwischendurch kam Jessicas neuer Einsatz im Waisenhaus hinzu. Aus zunächst vier Wochen wurden 10 Wochen, in denen ich Sachspenden einsammelte, aber auch sehr spezielles wie einen Fetaldoppler, um die Herztöne eines Embryos abzuhören, neu einkaufte.

Ich musste ein Zimmer leer räumen um die Sachen zu lagern, zu sortieren und zu verpacken. Letztendlich wurde in Familienarbeit, wo mich mein Bruder sehr unterstützte, auf Paletten eine Art Box gebaut, um die Kisten und teils sperrigen Klinikmaterialien auf ihrer langen Reise in den Kongo zu schützen.

Letzten Freitag, den 08. Mai war es dann soweit, der Spediteur holte die Transportkisten ab, um sie über Karlsruhe auf ihre lange Reise nach Afrika zu schicken.

Dank der Unterstützer und den Spenden der ersten Stunde konnte all dies erst verwirklicht werden. Die gesamten Transportkosten vom bayerischen Viehhausen bis zum afrikanischen Boma, belaufen sich immerhin auf 1300.- €.

Meinen herzlichen Dank an alle Beteiligten, die diese Aktion erst ermöglichten!!!

Bleibt zum hoffen das alles sicher in Boma ankommt. Schön wäre natürlich, wenn Jessica dann noch vor Ort ist, um die Sachen persönlich mit entgegen zu nehmen, um zusammen mit Jean Leonard alles sinnvoll zu verteilen. Wenn alles reibungslos verläuft, können wir uns vorstellen in Zukunft jährlich eine Schiffsaktion zu machen, wo es dann auch die Möglichkeit gibt, ein Paket für sein Patenkind mitzuschicken.

Euer Christian

Sammeln

Verpacken
Verfrachten
Abschied nehmen

Verladen


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