Motema Congo nimmt Abschied von Roland Zellner, einem Unterstützer mit Herz

Liebe Leser,

Ende Dezember erhielt ich die traurige Nachricht, das Roland Zellner verstorben ist. So traf mich diese Mitteilung doch mitten ins Herz. Roland war seit 2020, als Motema Congo gerade erst zum Entstehen begann, bis heute ein wertvoller Unterstützer an unserer Seite. Es gibt Menschen, denen man nie persönlich begegnet und die dennoch einen tiefen Platz im eigenen Leben einnehmen.

So war es mit Roland. Auch wenn wir uns nie von Angesicht zu Angesicht gesehen haben, macht sein Tod mich persönlich und unser gesamtes Team von Motema Congo betroffen. Roland war seit 2020 bis heute nicht nur ein treuer, wertvoller Unterstützer für unsere Projekte im Kongo sondern immer wieder erreichten mich Emails mit persönlichen Zeilen von Roland in denen er mich auf meinem Weg und in meinem Sein und Wirken für die Menschen vor Ort im Kongo ermutigte und bestärkte. Er war mit seinem Herzen dabei. Diese emotionale Begleitung von Roland war für mich von unschätzbarem Wert und gab mir Kraft für mein weiteres Tun. Denn ohne Menschen wie Roland, Menschen die mit dem Herzen mitgehen, wäre unser Motema Congo Projekt heute nicht was es ist.

Auch im Kongo haben wir bereits Abschied genommen. Pfarrer Jean Leonard aus unserem Motema Congo Team hielt einen Gedenkgottesdienst für Roland an unserer Ausbildungsstätte für Menschen ohne Schulbildung. Es waren auch Studenten anwesend, denen er das Studieren ermöglicht hat und die heute ein abgeschlossenes Studium haben. Roland brachte viel Licht und Hoffnung dort wo sie gebraucht und dankend angenommen wurde.

Leider konnte ich letzte Woche bei der Beisetzung von Roland in Passau nicht persönlich dabei sein. Umso mehr berührte es mich als ich gefragt wurde ob ich eine Gedenkrede vorbereiten möchte. Dies war mir eine wahre Herzensangelegenheit. Dankend erfuhr ich später das Herr Pfarrer Markus Krell meine Worte für Roland von Motema Congo e.V. sehr stimmig vortrug. Ganz herzlich bedanken möchte ich mich auf diesem Weg auch bei Isabella der Schwester von Roland und seinem Freund Walter, die sich nach der Beisetzung so herzlich bei mir gemeldet haben. Ihr gabt mir das Gefühl das die Verbindung zu Roland bleibt.

Jetzt im Dezember hat Roland uns ein letztes Mal unterstützt. Davon haben wir nun im Kongo auf unserer Selbstversorgerfarm in seinem Namen 40 Obstbäume gepflanzt. Mango-, Organgen- und Avocadobäume.

Zur gleichen Zeit, in der Roland in Deutschland verabschiedet und beigesetzt wurde, am Samstag, 10.Januar um 9:30Uhr, wurden zeitgleich diese Bäume von meinem Team im Kongo gepflanzt. Danke an dieser Stelle auch an Aziza von unserem Motema Congo Team und seine fleißigen Helfer für die würdevolle Umsetzung.

Es berührt mich selbst sehr, dass an dem Tag seiner Beisetzung vor Ort im Kongo etwas Neues von Roland entstehen und über die Jahre wachsen darf. Denn für uns im Kongo lebt Roland weiter und über die Jahre werden viele bedürftige Menschen von der Ernte der Bäume profitieren.

„Lieber Roland, danke für dein Herz für Motema Congo und deine wertvolle, emotionale Begleitung und Verbundenheit seit 2020. Danke für dein Vertrauen, deine Treue und deine stille Nähe. Möge deine Seele sich frei und geborgen in Gottes Händen fühlen.“

In Verbundenheit,

Jessica mit dem gesamten Motema Congo Team und all den Menschen die durch dich im Kongo Licht und Hoffnung erfahren durften


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