Unterstützung für zwei Krankenhäuser

Während meines diesjährigen Aufenthaltes im Kongo, habe ich auch die beiden Krankenhäuser Lovo in Manterne und Kiveve in Boma besucht. Beide Kliniken erhalten bereits Unterstützung von unserem Verein Motema Congo e.V. und liegen mir sehr am Herzen. Mit Kiveve begann schließlich 2020 mein Freiwilligeneinsatz im Kongo.

Nach wie vor kommen viele Frauen zum Entbinden in das kleine Krankenhaus Lovo. Nicht selten ist ein Kaiserschnitt notwendig. Der operative Eingriff kostet 140€. Kaum eine Frau kann diese Kosten begleichen. Im Kongo läuft es dann so, dass die Frauen so lange im Krankenhaus bleiben müssen, bis der Kaiserschnitt abbezahlt wurde. Teilweise sind die Frauen dann monatelang mit ihrem Baby im Krankenhaus. Für mittlerweile drei Frauen konnten wir die Kosten begleichen und somit drei junge Mütter mit ihren Babys nach Hause entlassen. Meist warteten dort auch schon die älteren Geschwister auf ihre Mama und die gesamte Familie war dankbar für die unerwartete Hilfe. Da der Arzt Dr. Clement stets in persönlichen Kontakt mit mir steht, bin ich diesbezüglich immer am aktuellen Stand.

Dr. Clement hat uns dann noch gemeinsam durch das Krankenhaus geführt, um uns über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Das von uns finanzierte Blutabsauggerät sowie das Stromaggregat sind nach wie vor im Einsatz und erleichtern dem Team die Arbeit während der OP´s vor Ort sehr.

Der von Motema Congo e.V. mitfinanzierte Anbau des Krankenhauses ist nun soweit fertiggestellt. Die Böden und Inneneinrichtung fehlen noch. Hier sollen ein Labor, ein Notfallbehandlungsraum und ein Büro eingerichtet werden.

Wir haben auch die Vorstellung in naher Zukunft den Entbindungsraum von zweckmäßig in gebärfreundlich umzugestalten. Jede werdende Mutter sollte in einem beschützten Umfeld mit Wohlfühlatmosphäre ihr Kind zur Welt bringen können. Dafür setzen wir uns von Motema Congo e.V. ein. Das gesamte Team um Dr. Clement ist deshalb sehr dankbar für jede sinnvolle Unterstützung. Kürzlich habe ich auch von Dr. Clement erfahren, dass sie ein Elektrophoresegerät zur Bestimmung von Harnstoff und Kreatinin bei Nierenproblemen brauchen könnten. So ein Gerät kostet im Kongo um die 2800€-3000€. Momentan ist uns dies finanziell leider nicht möglich aber wir merken es uns für die Zukunft.

Auch im Krankenhaus Kiveve war dieses Jahr mein Besuch wieder sehr erfrischend. Die Oberärztin Dr. Bea hat uns herzlich empfangen. Da das Krankenhaus Kiveve nur mit einem Geländewagen zu erreichen ist, bleibt es für mich weiterhin unvorstellbar, wie die Kranken zu Fuß in diesem Krankenhaus ankommen.

Wir konnten dem Krankenhaus einen Vernebler im Wert von 150€ zur Inhalation für Neugeborene ermöglichen. Die Oberärztin Dr. Bea freut sich zukünftig mit diesem Gerät gute Dienste leisten zu können.

Ich freue mich bereits jetzt auf das kommende Wiedersehen mit den Ärzten und Pflegekräften der beiden Krankenhäuser.

Ich wünsche dir viel Sonne im Herzen und wundervolle Sommertage,

Jessica


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