Beginn der Einzäunung zum Schutz unserer Ausbildungsstätte für Menschen ohne Schulbildung

Liebe Leser,

seit Januar 2025 ist unsere Ausbildungsstätte eröffnet und bereits zwei Ausbildungsklassen erlernen dort den Beruf der Schneiderin. Frauen ohne Schulbildung bekommen bei uns die Möglichkeit für eine langfristige Perspektive zur Selbstversorgung. Die erste Ausbildungsklasse beendet in wenigen Wochen ihre Ausbildung. Wir sind schon etwas stolz wie sich die Ausbildungsabläufe und die Verantwortungsbereiche innerhalb des ersten Jahres fachlich strukturierten und sich unser Team vor Ort mittlerweile gegenseitig ergänzt.

In letzter Zeit häuften sich jedoch diverse Schwierigkeiten durch das frei zugängliche Grundstück. Es begann mit spielenden Kindern auf unserem Ausbildungsgelände die Fußball spielten. Es dauerte jedoch nicht lange, da wurde unsere Gebäudemauer von Kindern als Malfläche benutzt. Ziegen scheuerten an der Hausmauer ihr Fell und hinterließen rundherum ihre Hinterlassenschaften. Anwohner eröffneten einen Trampelpfad als Abkürzung und marschierten stetig durch und an einem Samstag Nachmittag wurden die Leuchtmittel von drei Außenlampen entwendet. Spätestens da wurde uns klar, es besteht Handlungsbedarf und wir benötigen langfristig eine Einzäunung um unser Ausbildungsgelände. Nicht nur um das Gebäude zu schützen, sondern auch in Verantwortung für unsere Auszubildenden, für unsere mühsame Arbeit und nicht zuletzt für Eure Spenden. Wir stehen in der Verantwortung jede Zuwendung zielorientiert und nachhaltig in die einzelnen Projekte zu investieren. Für die Ausbildungsstätte bedeutet dies, einen reibungslosen und sicheren Ausbildungsablauf gewährleisten zu können.

Nach einer großzügige Einzelspende Anfang diesen Jahres und kurzer Absprache mit dem Spender, stand für uns fest, wir können mit den vorhandenen finanziellen Mitteln mit der Einzäunung beginnen. Wir entschieden uns zunächst für den stark frequentierten Fußweg, der von der Hauptstraße am Gebäude vorbei, zur dahinterliegenden Siedlung führt.

Die Arbeiten dauerten fünf Wochen.

1. Materiallieferung

2. Beginn mit dem Bau des Fundaments

3. Herstellung der Betonsteine

Jeder Betonstein wurde zuvor per Hand hergestellt und anschließend in der Sonne getrocknet.

Aziza vom Motema Congo Team begleitete die Arbeiten.

3. Errichtung der Säulen

5. Herstellung der Eingangstür

Unser Schweißer stellte die Tür nach unseren Vorstellungen her und brachte sie ein.

6. Abschluss der Arbeiten. Nach fünf Wochen waren die Arbeiten, die uns im Rahmen der finanziellen Mittel möglich waren, abgeschlossen.

Um einen Kompromiss aus Sicherheit und Offenheit zu finden, haben wir uns entschieden, die Mauer nur 150cm hoch zu machen und zwischen den Säulen zukünftig noch einen Metallzaun einzufügen, um sichtbar zu bleiben und uns nicht vollständig abzuschirmen. Sobald uns erneute finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, möchten wir die Einzäunung um das komplette Grundstück weiterführen.

Die Gesamtkosten dieser Arbeiten beliefen sich auf 3900€.

Vielen Dank an dieser Stelle aus dem Kongo an unseren großzügigen Unterstützer, der uns diese wichtige Maßnahme ermöglichte!!

Besten Dank an alle fleißigen Arbeiter und Helfer vor Ort und an Aziza von unserem Motema Congo Team, der wie gewohnt zuverlässig die Arbeiten vor Ort organisierte und begleitete.

Viele Grüße aus Boma

Jessica und das Motema Congo Team


2 Gedanken zu “Beginn der Einzäunung zum Schutz unserer Ausbildungsstätte für Menschen ohne Schulbildung

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