Die Schüler im Dorf Mami sind glücklich über das finanzierte Schuldach

Liebe Leser,

im Juli war ich ein Wochenende in dem mir bereits vertrauten Dorf Cema zu Besuch. Nach dem Gottesdienst sprach mich der Rektor der Schule vom Nachbardorf Mami an, ob ich nicht mal ihre Schule im Dorf besuchen möchte. Nach kurzer Überlegung beschlossen wir spontan am nächsten Vormittag in das weitere sechs Kilometer entfernte Dorf Mami zu fahren. Freudig wurden wir bereits erwartet und empfangen. Es beeindruckte mich sehr, wie eifrig die Schüler am Unterricht teilnehmen und wie motiviert die Lehrer trotz der schlechten Umstände unterrichten.

Ein Klassenzimmer konnte nicht genutzt werden, da das Dach fehlte. Die Tafel war ebenfalls nicht mehr vorhanden.

Ein paar Tage später meldete sich eine Frau bei mir, dass sie gerne der Schule eine neue Tafel schenken möchte. Der Wunsch wurde in die Tat umgesetzt. Kaum vier Wochen später erhielt ich eine Nachricht, dass die Vorstellung da sei, mit einer etwas größeren Summe ein nachhaltiges Projekt zu unterstützen und was wir diesbezüglich empfehlen könnten. Da war doch noch das fehlende Schuldach… Nach kurzer Rücksprache stand bald fest, die Spenderin möchte das Schuldach finanzieren.

1. Teil der Geldübergabe für das Projekt an den Rektor Joseph

Im August machte ich mich erneut auf den Weg ins Dorf und traf mich mit dem Rektor Joseph. Dort haben wir die Details der Dacherneuerung besprochen. Bilder und Rechnungsbelege müssen uns vorgelegt werden. Die erste Hälfte der Finanzierung wurde ausgehändigt.

1. Projektbesuch von Aziza nach der Hälfte der Arbeiten 

Im September wurde im Dorf Mami der erste Schritt zur Umsetzung des neuen Daches eingeleitet. Der Dachstuhl wurde errichtet. Ende September kam dann der Anruf, der erste Teil der Finanzierung sei aufgebraucht. So machte sich Aziza aus unserem Motema Congo Team auf den Weg in das Dorf Mami um die gerade abgeschlossenen Arbeiten und Rechnungsbelege zu überprüfen. Herzlich wurde er im Dorf empfangen. Joseph bot Aziza nach seiner Ankunft im Büro der Schule erstmal eine kleine Stärkung nach der Anreise an.

Alles war zufriedenstellend. Der Dachstuhl war errichtet und auch die Schultafel war schon montiert. Es wurde gute Arbeit geleistet, soweit es in einem Dorf abseits üblicher Infrastruktur eben möglich ist. Die Rechnungsbelege waren lückenlos nachvollziehbar. So händigte Aziza dem Rektor nun den zweiten Teil des Geldes aus, um das Dach fertigstellen zu können.

Fertiges Dach und Abschlussprojektbesuch

Kaum zwei Wochen später, Anfang Oktober war das Dach dann fertig errichtet. Aziza machte sich ein weiteres Mal auf den Weg in das kleine Dorf Mami, um die Fertigstellung zu überprüfen. Die Freude über das neu errichtete Schuldach und den damit wieder hergestellten Unterricht war  bei der kompletten Schule groß. Nun fehlen ihnen nur noch ein paar Schulbänke und Tische. Doch vielleicht können wir ihnen diesen Wunsch ja noch zu Weihnachten erfüllen.

Die Kosten für die komplette Projektumsetzung beliefen sich auf 800€. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle aus dem Dorf Mami an unsere großzügige Unterstützerin!! Es wurden damit vielen Kindern wieder ein Platz in einem weiteren Klassenzimmer ermöglicht. Großen Dank auch an die fleißigen Arbeiter vor Ort, sowie an Aziza aus unserem Team, für die zuverlässige Projektbegleitung trotz strapaziöser Hin- und Rückfahrt.

Für mich ist es immer wieder besonders erfüllend, kleine Dörfer fernab von Städten mit Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen. Gerade dort, wo jegliche Unterstützung eigentlich so fern scheint.

In Verbundenheit

Eure Jessica


Kommentar verfassen