Liebe Leser,
an unserer Ausbildungsstätte in Boma ist die autarke Wasserversorgung nun erfolgreich umgesetzt. Mit einer Speicherkapazität von 6000 Litern und Gesamtkosten von 3.090€ können wir Regenwasser gezielt nutzen und den Alltag an der Ausbildungsstätte deutlich zuverlässiger gestalten.
Uns vom Motema Congo Team war es wichtig, dass wir nicht auf die öffentliche Wasserversorgung angewiesen sind, da mehrstündige Absperrungen des Wassers an der Tagesordnung sind. Zudem möchten wir gerne das Regenwasser der Regenzeit (Oktober bis April) sinnvoll nutzen.
- Schritt: Regenrinne für unser Gebäude der Ausbildungsstätte
Zu Beginn wurde eine Regenrinne aus Metall an unser Gebäude angebracht. Die Kosten dafür beliefen sich auf 440€.



2.Schritt: Wasserbehälter unter der Erde
Anschließend wurden zwei stabile Wassertanks mit je 2000 Liter als Auffangbehälter gekauft Dafür wurde eine Grube ausgehoben und der Boden mit Holzbrettern für einen sicheren und trockenen Stand ausgelegt.





3.Schritt: Verlegung der Rohre von der Dachrinne zu den Wasserbehältern
Rohre wurden von der Regenrinne zu den Wasserbehältern verlegt. Somit kann das Regenwasser ungehindert von der Dachrinne in die insgesamt 4000 Liter fassenden Sammelbehälter fließen.






4. Schritt: Schutz der Wasserbehälter
Um die Wasserbehälter vor äußeren Einflüssen zu schützen, wurde die Grube um die Behälter mit Sand aufgefüllt und abschließend kam noch eine Holzabdeckung darauf.



5. Schritt: Wasserhochbehälter
Nun kam noch der Kauf eines Wasserhochbehälters mit ebenfalls 2000 Liter Fassungsvermögen hinzu. Ein stabiler Metallturm wurde vor Ort geschweißt, mit einem Rostschutzanstrich versehen und mit einem Betonsockel befestigt. Der Vorlagebehälter wird zukünftig unsere Ausbildungsstätte mit Wasser versorgen. Unsere Sanitäranlagen der Ausbildungsstätte befindet sich direkt neben dem Wasserhochbehälter.



6. Schritt: Anbringung der Wasserleitung zum Hochbehälter
Jetzt mussten noch die Wasserleitungen von den Sammelbehältern unter der Erde zum Hochbehälter montiert werden.



7. Schritt: Kauf einer Wasserpumpe
Die Befüllung des Wasserhochbehälters geschieht mittels einer Saugpumpe, die regelmäßig das kostbare Nass nach oben befördert. Dies war dann die letzte Investition. Zum Schutz der Wasserpumpe wurde eine abschließbare Einhausung aus Beton errichtet.


Die Wasserpumpe selbst wird mit Solarenergie von unsere Solaranlage betrieben. (Von der Errichtung der Solaranlage und unserer autonomen Stromversorgung berichte ich dir im nächsten Beitrag)
8. Schritt: Erfolgreiche Wasserversorgung
Wir freuen uns alle riesig, da nun die Wasserversorgung an unserer Ausbildungsstätte gewährleistet ist. Zwei Mal in der Woche sorgen unsere Auszubildenden für Sauberkeit an unserer Ausbildungsstätte. Es wird gewischt und gereinigt. Fließendes Wasser stellt nicht nur für die Toiletten eine enorme Erleichterung da!





Aktuell befinden wir uns in der Trockenzeit (Mai bis Oktober). In diesen sechs Monaten regnet es keinen Tropfen. Wir werden nun in Erfahrung bringen, wie weit uns die 6000 Liter Wasser über die Trockenzeit ausreichen. Sollten wir feststellen, dass uns das Wasser über die gesamte Dauer der Trockenzeit nicht ausreicht, besteht zukünftig die Option, die Anlage um weitere Wasserbehälter unter der Erde zu erweitern.
Die Gesamtkosten für die komplette Umsetzung der autonomen Wasserversorgung, beliefen sich auf 3.090€. (die Wasserpumpe ausgeschlossen, diese wurde zusammen mit der Solaranlage gekauft)
Wir bedanken uns von Herzen bei jedem Einzelnen, der diese Projektarbeit im Rahmen seiner Möglichkeiten, unterstützte und uns somit die Umsetzung wertvoller Hilfe zur Selbsthilfe für die Menschen in Boma in der Demokratischen Republik Kongo, ermöglichte!
In tiefer Verbundenheit aus Boma
Deine Jessica
Und dem gesamten Motema Congo Team, sowie unseren Auszubildenden am Ausbildungszentrum für Menschen ohne Schulbildung.