Mein Patenkind Christopher feiert seinen 11. Geburtstag

Liebe Leser,

am 20.Mai 2025 durfte ich gemeinsam mit meinem Patenkind Christopher und seiner Zwillingsschwester Christivie ihren 11. Geburtstag feiern. Da ich erst vor wenigen Wochen in den Kongo zurück gekehrt bin, war bei uns allen die Freude sehr groß, dass ich dabei sein konnte.

Christopher freute sich sehr über meine Geschenke. Er durfte sich in der Stadt eine Hose und Schuhe aussuchen. Aus Deutschland habe ich ihm zur Überraschung noch ein Hemd, Basecap und ein Beach-Ball-Spiel Set mitgebracht. Ganz besonders gefreut hat Christopher das Basecap. Da Christopher sehr gerne Chips und Spaghetti isst, habe ich ihm auch diese noch dazu gepackt.

Christopher freut sich über die Geschenke

Seine Zwillingsschwester Christivie durfte sich von dem Geburtstagsgeld ihrer Patin, ebenfalls Kleidung und Schuhe in der Stadt aussuchen und war sehr glücklich darüber. Auch ihr habe ich noch Schokokekse und eine Packung Spaghetti mitgebracht.

Kurz vor der Feier haben wir uns unterhalten und ich fragte Christopher ob es noch vorkommt, dass die Familie mal einen Tag nichts zum Essen hat. Er erzählte mir, dass dies ein bis zweimal die Woche vorkommt. Papa David hat eine Gehbehinderung und versucht sein Geld mit Reparaturen von Fernseher und Telefonen zu verdienen. Jeden Tag hofft er etwas zum Reparieren zu bekommen, sodass er die Familie ernähren kann, leider eben nicht immer erfolgreich. So ergibt sich, dass wöchentlich für ein bis zwei Tage die Teller leer bleiben. Papa David erzählt weiter, wie er und seine Frau Mama Clara an solchen Tagen die Kinder zusammen rufen und gemeinsam darüber informieren, dass sie heute nichts zum Essen haben werden. Christopher sagte mir, sie hätten sich teilweise auch schon daran gewöhnt und müssen diese Tatsache einfach akzeptieren. Dieses Gespräch hat mich nachhaltig sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht. Obwohl ich mittlerweile an die Umstände im Kongo gewöhnt bin und über die teils bittere Armut der einfachen Menschen Bescheid weiß, ist es für mich selbst unvorstellbar, einen Tag lang gar nichts zum Essen zu haben. Umso mehr, berührt mich immer wieder die Zuversicht von Christopher und seinen Geschwistern. Dieses Jahr im Sommer wechselt er auf eine weiterführende Schule und wie er mir später verraten hat, möchte er aktuell gerne mal Arzt werden. Für mich als Patin steht fest, dass ich Christopher auf jeden Fall weiter in seinen Träumen unterstützen möchte, soweit es mir möglich ist.

Nachdem Christopher sich gleich sein neues Hemd angezogen hat, waren er uns seine Schwester Christivie ebenfalls in neuer Kleidung, bereit für ihre Geburtstagsfeier. Es sollte für beide heute eine schöne, unbeschwerte Zeit werden.

Und das wurde es auch, die Party war mehr als gelungen, sehr harmonisch, freudig und unbeschwert. Ihre Tante Seraphine verteilte an jeden Geburtstagsgast ein kleines Stückchen Torte.

Nach der gemeinsamen Torte, gab es noch für jeden ein Stückchen Fisch mit Ofenkartoffeln und eine Limo. Christopher und Christivie haben ihren Geburtstag sichtlich genossen. Es berührte mich doch wieder sehr, dass 2020 alles mit meinem Patenkind Christopher im Kongo begann und er heute schon seinen 11. Geburtstag feiern durfte. Unser Verein und unsere Projekte im Kongo sind seitdem Start mit meinem Patenkind Christopher im Jahr 2020 sehr gewachsen und bis heute ist er sozusagen das Licht von Motema Congo.

In herzlicher Verbundenheit mit Christopher.

Eure Jessica


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